Deutsche Wirtschaftsgeschichte nach 1945

Cover

Vom Wirtschaftswunder zur Wirtschaftskrise: Wirtschaftsgeschichte und Ordnungspolitik der Bundesrepublik Deutschland.

Ist die Wirtschaft unser Schicksal? Hängt die veränderte, sich seit den sechziger Jahren kontinuierlich verschlechternde wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands mit einer veränderten und heute weitgehend verdrängten Ordnungspolitik zusammen? Was bestimmt die deutsche Wirtschaftsentwicklung?

Im Mittelpunkt der Suche nach Antworten stehen drei Themengebiete: Erstens wird die wirtschaftliche Entwicklung von der Nachkriegszeit und dem
„Wirtschaftswunder“ bis zur Wiedervereinigung und Gegenwart betrachtet. Zweitens werden die ordnungspolitischen Konzepte bzw. die tatsächlich praktizierte Wirtschaftspolitik (Ordoliberalismus, Keynesianismus, Angebotspolitik etc.) untersucht. Schließlich werden drittens die wissenschaftlichen Erklärungsversuche für Wachstum, Krisen und Strukturwandel aufgearbeitet und analysiert.

Die Untersuchung folgt einer Dreiteilung der Epoche: Die Darstellung setzt ein mit der kurzen Phase der Nachkriegszeit, als Phase der „Mangelwirtschaft“
begriffen werden kann. Ihr folgt die Zeit der „Wunderwirtschaft“ mit einer einzigartigen Wachstums- und Wohlstandsentwicklung, deren scharfer Gegensatz zur Kriegs- und Besatzungszeit von den Zeitgenossen eben als Wunder wahrgenommen wurde. Schließlich treffen mit dem Auslaufen der nachkriegsbedingten Sonderbedingungen und dem Wandel der Weltwirtschaft seit Anfang der siebziger Jahre drei Entwicklungen aufeinander: die durch einen umfangreichen Ausbau des Sozialstaates gekennzeichnete „Wohlfahrtswirtschaft“, internationale Wirtschafts- und Wachstumskrisen in Verbindung mit einem intensivierten Wettbewerb sowie die mit den wirtschaftspolitischen Versäumnissen nach der Wiedervereinigung verschärfte gesamtdeutsche Strukturkrise.

Für alle wirtschaftsgeschichtlichen Epochen werden Eigenheiten der wirtschaftlichen Entwicklung und der Ordnungspolitik skizziert. Die Auswahl und Darstellung der Themen bleibt angesichts einer Konzeption als einführender Überblick kompakt und verständlich und schließt umfangreiche Literaturhinweise sowie Leseempfehlungen für eine weitergehende Beschäftigung ein.

Stimmen zum Buch:

„Mit dem Stoff dieses gelungenen Buches sollte jeder angehende Volkswirt vertraut sein.“
Studium

„Dieses mit ordoliberalem Engagement geschriebene, durchweg lesenswerte Buch von Michael von Prollius wählt den originellen Ansatz, deutsche Wirtschaftsgeschichte seit 1945 einmal als Geschichte der ordnungspolitischen Konzeptionen, ihrer Umsetzung und ihrer Auswirkungen darzustellen.“
Gerd Habermann

„Das Buch ist ganz aus der Perspektive des Ordoliberalismus verfasst … Das Buch hat somit einen dogmatischen Touch, ansonsten ist es gut strukturiert, wichtige Textstellen sind durch Kästen hervorgehoben, tabellarische Übersichten werden bezüglich der wichtigsten wirtschaftlichen Entwicklung aufgeführt. Die Literaturzusammenstellungen und –übersichten sind oft annotiert, daher besonders wertvoll.“
Jürgen Plieninger

„Das Buch ist kompakt und verständlich.“
Buchhändler heute

„In seiner sehr dichten Wirtschaftsgeschichte verfolgt der Historiker Michael von Prollius die Spur dieser allmählichen Verwahrlosung. Es ist die Degeneration eines Ideals, das als leistungsanspornende Wettbewerbsordnung erdacht wurde, doch über die Jahrzehnte zur leistungshemmenden Verteilungsordnung verkam.“
Hans-Peter Müller

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Das Buch ist 2006 erschienen bei Vandenhoeck & Ruprecht in der Reihe UTB, Göttingen. Sie können es online bestellen, u.a. bei: